Auf diese besondere Letterbox hatten wir uns schon lange gefreut, aber auch einigen Respekt vor ihr. Heute war endlich die Gelegenheit da, sie in Vollbesetzung und mit viel Zeit und Ruhe anzugehen. Während der Anfahrt fing es unerwartet an zu regnen, hörte aber rechtzeitig wieder auf, und als wir aus dem Auto stiegen, kam sogar für kurze Zeit die Sonne heraus. Es blieb das einzige Mal an diesem Tag, aber wir wussten es zu schätzen.
Gar nicht geschätzt haben wir, was sich ein Waldbesitzer südlich des Elwetritsche-Rasierplatzes erlaubt hat, nämlich mittendrin ein Stück des markierten Bärensteigs mit Flatterband abzusperren sowie mit Dutzenden quergelegten Baumstämmen zu verbarrikadieren, obendrein noch einige kleine Bäumchen mitten auf den Pfad zu pflanzen und Schilder aufzustellen mit der Aufschrift "Hier ist Eigentum und kein Wanderweg".

Wir haben uns unser Betretungsrecht natürlich nicht verwehren lassen, hätten aber wenig Lust gehabt, diesem speziellen Zeitgenossen womöglich noch persönlich im Wald zu begegnen.
Die gut versteckte, erneuerte Zwischenbox haben wir am Wegesrand eine Weile gesucht, aber schließlich doch am markantesten bemoosten Waldbewohner (bzw. seinem Überrest) gefunden. Das uns vom Geier eingeflüsterte, wichtige Symbol fanden wir gegen Ende der schönen Wanderung nicht an seinem üblichen Platz befestigt, sondern lose an einem Baum lehnend.
Die Box war schnell gehoben, aber nicht ganz so schnell geöffnet.

Unsere Ideen gingen nicht gänzlich in die falsche Richtung, waren aber mal wieder viel zu kompliziert.

Schließlich kam uns dann aber die Erleuchtung; die Anmerkung von GiveMeFive können wir nur bekräftigen.
Nach dem Heben der Box wird man stutzen,
denn der Schloss-Code vermag zu verdutzen. 
Erst zu studieren
und dann zu probieren –
beim Öffnen ist solches von Nutzen!
Der kunstvolle Stempel hat sich vom Holzgriff gelöst, stempelt aber einwandfrei, und dem Logbuch geht es gut.
Herzlichen Dank für diese ebenso raffiniert wie liebevoll ausgestaltete Letterbox sagen vier
Karlsruher Kattas
